Gesundheits-Qigong
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Gesundheits-Qigong, als eine wichtige Komponente der chinesischen Kultur mit einer Jahrtausende alten Geschichte, ist eine traditionelle chinesische Sportart, deren Prinzipien auf der Kombination von Körperhaltung, Atemkontrolle und der Beruhigung des Geistes beruhen.
Qigong ist altehrwürdig. Archäologische Funde aus der Majiayao-Kultur (ca. 3000 v.Chr.) zeigen auf Steinkrügen bereits Qigong-Übungen ausgedrückt in Tanzschritten.
Sie haben entdeckt, dass bestimmte Bewegungen den Atem regulieren und besondere Laute die Funktionen des Körpers und Geistes beeinflussen können.
Im Lauf der Jahrhunderte widmeten sich berühmte Philosophen und Ärzte wie Lao Zi (ca. 600 v.Chr.) und Hua-Tuo (ca. 200 v.Chr) dem medizinischen Aspekt der differenzierten Aufnahme und Abgabe von -Qi-, das den Körper mit Widerstandskraft gegen Krankheiten versorgt und Energie für den fortlaufenden Regenerationsprozeß liefert. Gemäß der chinesischen Philosophie kontrolliert und reguliert -Qi- (der Lebensatem) die funktionalen Aktivitäten des Organismus und erhält dessen dynamisches Gleichgewicht. Die grundlegende Theorie des Qigong steht auch in enger Verbindung mit der Yin-Yang Theorie und der Theorie der Haupt-und Seitenkanäle (Meridiane) in unserem Körper.
Vor einigen Jahren hat die Chinese Health Qigong Association des Sportministeriums der V.R. China aus den vielen verschiedenen Arten, vier traditionelle Gesundheitsqigong-Übungen überarbeitet und der Öffentlichkeit vorgestellt. Während des Entwicklungsstadiums dieser vier Varianten wurden bei der wissenschaftlichen Forschung sowohl Experten der traditionellen chinesischen Medizin (TCM), der westlichen Medizin, der Sportwissenschaft als auch der Psychologie mit einbezogen.
Wu Qin Xi – das Spiel der fünf Tiere
Diese Form wurde von Hua-Tuo, dem bekanntesten Arzt der östlichen Han Dynastie (zw.220-25 v.Chr.) entwickelt und imitiert die Bewegungen von Tiger, Hirsch, Bär, Affe und Kranich. Hierbei wird besonderes Augenmerk auf die Ein-und Ausatmung und die eigenartigen Bewegungen gelegt, wodurch der Blutkreislauf und das Atmungssystem reguliert, die Beweglichkeit der Gelenke gefördert und das Selbstbewusstsein gestärkt werden.
Yi Jin Jing – die Wandlung des Gewebes
Während der Qin und Han-Dynastie um 220 v.Chr., wurde Yi Jin Jing entwickelt, um Muskel und Sehnen zu stärken. Bodhidharma, der Gründer des Shaolin-Klosters, und seine Mönche verfeinerten die Übungen und erst zwischen 1368 und 1664 unserer Zeitrechnung verließ diese Form das Kloster und wurde auch öffentlich praktiziert. Durch spezielle Dehn- und Beugeübungen wird die Wirbelsäule stabilisiert, das Gleichgewicht gestärkt und der Verdauungsapparat angeregt.
Liu Zi Jue – die sechs heilenden Laute
Die Art und Weise der Ein- und Ausatmung ist eine traditionelle Übung die Gesundheit zu fördern. Während der Verbreitung dieser Kunst um 500 n.Chr. haben Ärzte der TCM Lippenübungen, Betonung und Körperbewegungen ergänzt und verbessert. Ein besonderes Augenmerk wird hierbei auf bestimmte Akupunkturpunkte gelegt. Die einzelnen Laute haben Bezug auf Innenorgane: -Xu- auf die Leber, -Ke- das Herz, -Hu- stärkt die Milz, -Si- befeuchtet die Lunge, -Chui- stärkt die Nieren und -Xi- reguliert den >dreifachen Erwärmer<.
Ba Duan Jin – die acht edlen Brokate
Ba Duan Jin ist die jüngste Form der vier wichtigsten Qigong-Arten. Diese acht außergewöhnlichen Körperübungen stammen aus der Zeit der Song-Dynastie (960-1279) und wurden während der Ming- und Qing-Dynastie (1368-1911) perfektioniert. Wissenschaftliche Studien beweisen den positiven Einfluss der Übungen auf das Atmungs- Nerven- Immun- und Herz/Kreislaufsystem, verlangsamen den Alterungsprozess, verbessern den psychischen Zustand und stärken die Gliedmaßen und den Gleichgewichtssinn.
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